Geschichten heilen: die guten wie die bösen - sie erklären für einen Moment die Welt.
Maralams Köpfe
Maralams Köpfe
Maralams Köpfe
Maralams Köpfe
Maralams Köpfe
Maralams Köpfe
Maralams Köpfe
Maralams Köpfe
Maralams Köpfe
Maralams Köpfe

Theater – mit Theaterleuten aus verschiedensten Welten

Die beteiligten MitarbeiterInnen von Maralam aus verschiedensten Kulturen lassen mit ihren spezifischen Lebenserfahrungen und den oft andersartigen Blickweisen immer wieder eigene Themen und Formen in die Projekte einfliessen. Daraus wachsen Produktionen mit thematisch unerwarteten und überraschenden Ansätzen und einer einzigartigen Mischung von verschiedensten Theaterformen.

Theater – Credo und Ansporn

Ein spezifisches Merkmal der Maralamproduktionen ist der Umgang mit Sprache, respektive mit Sprachen. Maralam ist das erste Theater der Schweiz, welches in seinen Theaterarbeiten den Einsatz von mehreren Sprachen im gleichen Projekt thematisiert und als dramaturgisches Element bewusst eingesetzt hat. Die Sorgfalt bei allen eingesetzten Sprachen ein hohes Niveau zu erreichen bleibt immer wieder eine grosse Herausforderung.

Diesen Grundanliegen sind auch Maralams zukünftige Produktionen weiterhin verpflichtet. Auf der gesamten Webseite kann sich der geneigte User an einer Auswahl von realisierten Produktionen, visuellen Eindrücken und thematischen Hintergründen erfreuen.

Theater – der andere Blick – in einer verflochtenen Welt

In einer multipolaren Welt geht es um verflochtene Erfahrungen aus verschiedenen Blickwinkeln und kulturellen Hintergründen. Je nachdem, wer die Stimme erhebt, werden historische und kulturelle Erfahrungen verschiedenartig wahrgenommen, interpretiert und in Szene gesetzt.

Zureiki, Aoun; Femmes de sables et myrthe; Festival Journées théâtrales Carthage, Tunis
Schwanja, Wassiljew, Bingisser; Moskau-Petushki - Int. Baltic House Fest., St. Petersburg
Kuster, Von Holt; Nicht Himmel Nicht Hölle; Blauer Saal, Zürich
Muallem, Walugembe; Weltengänger; 700-Jahre Eidgenossenschaft
Khoury und Ensemble; Women of Sand and Myrrh; Koproduktion Ashtar; Nationaltheater Kairo
Brunner + Ensemble; Bruder Klaus und die Pandava Prinzen; Rote Fabrik, Zürich
Shanmugathasan und Ensemble; Sri Salami; Theaterhaus Gessnerallee, Zürich

Theater – Stoffe – Themen

Maralam hat immer wieder unter der Oberfläche liegende Stoffe früh aufgenommen und thematisiert, bevor sie gesellschaftlich an die Oberfläche gespült worden sind. Die komische oder tragische und hindernisreiche Suche nach neuen Identitäten, nach kultureller Verortung, Fragen um Gerechtigkeit und Werte von Gesellschaften und dem Individuum im Kontext von Globalisierungsprozessen bringen immer wieder neue Projekte Maralams zum Reifen.

Ponrajah, Ashrafabadi; Grenzliebe; Koproduktion Theater Winkelwiese, Zürich

Der Umgang mit Heimat und Fremde, die thematischen Pole von Anziehung und Ausgrenzung, von Akzeptanz und Ablehnung bis hin zu Rassismus, vom Umgang mit Flüchtlingen und MigrantInnen an den Grenzen und innerhalb Europas sowie deren Erfahrungen und Auswirkungen hier sind zu zentralen Fragen um Werte und Zukunft der Gesellschaft hüben wie drüben geworden.

Sie bestimmen zusammen mit den Geschichten um Träume und Illusionen, um Liebe und Missverständnisse, Abstürze und Erfolge, Gerechtigkeit und Teilhabe die inhaltliche und formale künstlerische Arbeit über vergangene und zukünftige Jahre.

Ponrajah; Aijoh; Depot Tiefenbrunnen, Zürich

Theater – Schwerpunkt Naher Osten / Arabische Welt

Maralam hat schon früh in längjährigen Kooperationsprogrammen - Schwerpunkt Arabische Welt / Naher Osten - Themen aufgenommen, als diese im Westen noch im Verborgenen schlummerten. Fragen um Religion, gesellschaftliche Werte, Gewalt, kulturelle Verortung, Umwälzungen in arabischen Gesellschaften, welche seit einer Weile für heftigste Debatten sorgen.  Maralam hat sich über Jahre ein für die Schweiz einzigartiges Know how von inhaltlichen und produktionstechnischen Arbeitsweisen zu diesem Schwerpunkt angeeignet.

Wali, Kuster, Von Holt; Nicht Himmel Nicht Hölle, Zürich
Brunner, Frey; Sheharazade.now; im Al Harawy-Theater, Kairo

In Austauschproduktionen wurden z.B Hansjörg Schneiders Die Schöne und das Biest oder Colline Serraus Hase Hase ins Arabische übersetzt und als arabische Erstaufführungen in Jerusalem herausgebracht.

Ensemble; Arnab Arnab/Hase Hase; Koproduktion Ashtar; Jerusalem/Ramallah
Ristemi, Mesmeh; Explodierer; Kulturmarkt Zürich

Theater – Performing Arts – verschiedenste Arbeits- und Produktionsformen

Die vielfältigen Theaterformen sprechen ein breites Publikum an, von Jugendlichen bis zu Menschen im hohen Alter. Die Bandbreite vom direkten Bezug zum Alltag der Menschen bis zu hochverdichteten, poetisch-abstrakteren Theaterformen hat sich beinahe automatisch aus den Begegnungen der beteiligten Kulturschaffenden und den thematischen Orientierungspunkten ergeben. Maralam versteht sich als eine künstlerische Plattform über alle Grenzen hinweg, welche auch heikle inhaltliche Konflikte hier wie dort nicht scheut.

Von Holt, Wali, Kuster; Nicht Himmel Nicht Hölle, Zürich
Khoury, Zureiki, Aoun; Misk al Ghasal; Jerusalem

Die theatralischen Formen decken verschiedenartigste Arbeits- und Vorgehenstrukturen ab: Uraufführungen von Stückaufträgen, (z.B. Raja Alim aus Saudi Arabien, Dr. Ali al-Shalah Zürich/Bagdad, Niloofar Bezaiye, Frankfurt a. M./Teheran; Hasan Hamid, Safeed/Damaskus; Ilakhutan, London/Colombo; Johanna Lier, Zürich; Buchadaptionen, wie Wenedikt Jerofejews Moskau-Petushki; Hanan al Shayks Women of Sand and Myrrh; gemischte durch Improvisation und geschriebene Textfragmente erarbeitete Produktionen wie Grenzliebe oder Explodierer; Auftragsproduktionen wie Sheharazade.now, für die Schweizerische Landesausstellung Expo02 in Yverdon-les-Bains oder Rookie sowie multimediale Arbeiten wie Das zerrissene Herz im grossen Kulturpanorama Einsiedeln.

Brunner, Feusi; Shehrazade.now; Expo 02, in Yverdon-les-Bains
Ristemi; Explodierer; Kulturmarkt Zürich
Ponrajah + Ensemble; Sri Salami; Theaterhaus Gessnerallee, Zürich
Ponrajah, Shanmugathasan; Volksfremdentheaterstück; Luzern

Maralam hat sich aber auch nie gescheut, für Produktionen Theaterformen wie Forumtheater, Unsichtbares Theater und moderne Volkstheatertraditionen anzuwenden, welche in der Hochkultur unverständlicherweise bis heute als nicht kunstwürdig anerkannt werden.

Murugan; Bruder Klaus und die Pandava Prinzen; Zürich